Playoffs sind für die Gladiators noch möglich

Heute Abend gastiert die Dollhofer-Truppe beim TEV Miesbach, der in der Oberliga-Verzahnungsrunde auf Platz zwei liegt. Am Sonntag (18 Uhr) kommt Altmeister EV Füssen in die Erdinger Eissporthalle, der die Bayernliga-Vorrunde als souveräner Erster abgeschlossen hat.

Nach drei Siegen in Serie hatten die Gladiators vergangenen Sonntag in Bad Kissingen wieder einmal eine Niederlage einstecken müssen. Der Anschluss an die Playoff-Plätze ist aber nach wie vor gegeben, denn das Feld ist mittlerweile eng zusammengerückt. Aber jetzt heißt es dranbleiben, was schwer genug wird. Vergleicht man den jüngsten Gegner Bad Kissingen mit dem kommenden Miesbach, so ist das ein Unterschied wie zwischen Florett und Säbel. Während nämlich die Kissinger voll aufs spielerische Element setzen, lebt die Miesbacher Mannschaft überwiegend vom rustikalen Körpereinsatz.

Aber das allein würde nicht zu dem Höhenflug reichen, auf dem sich der TEV derzeit befindet. Der neue Trainer Peter Kathan jun., der den erkrankten Simon Steiner ersetzt, hat das Team nicht nur noch härter, sondern auch spielerisch besser gemacht. So ist die erste Sturmreihe das Beste, was die Oberliga-Verzahnungsrunde derzeit zu bieten hat, denn alle drei Offensivspieler befinden sich nach zehn Spielen unter den besten Fünf der Scorerwertung. Bohumil Slavicek führt die Liste mit 23 Punkten an, Athanassios Fissekis ist Dritter (20), und Michael Grabmaier liegt auf Rang fünf (17).

Zum Vergleich: Der beste Erdinger Scorer ist derzeit Florian Zimmermann mit 15 Punkten auf dem achten Platz. Da werden die Gladiators heute Abend alles abrufen müssen, um bestehen zu können. Vor allem Strafzeiten sollten sie vermeiden, denn die Miesbacher spielen ein überragendes Powerplay.

Ob Trainer Topi Dollhofer seinen kompletten Kader in den zu erwartenden gnadenlosen Kampf mit den Miesbachern schicken kann, wird sich erst kurzfristig entscheiden, da einige Akteure wie etwa Florian Fischer und Daniel Rossi kränkeln. Ausgeklinkt hat sich indes Simon Pfeifer, der aus schulischen Gründen bis Saisonende nicht mehr zur Verfügung steht.

Kaum leichter wird die Sonntagsaufgabe gegen den EV Füssen. Der Altmeister aus dem Allgäu war von Beginn der Verzahnungsrunde an ganz klar auf Playoff-Kurs, bis es vergangenen Sonntag einen kleinen Rückschlag gab. Da wurde nämlich auf eigenem Eis überraschend mit 2:6 Toren gegen Königsbrunn verloren. Inwieweit dies Spuren in der Füssener Psyche hinterlassen hat, wird sich spätestens am Sonntag in Erding zeigen.

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