Gladiators empfangen die Alligators aus Höchstadt

Diese Partie ist zugleich die letzte vor dem Playoff-Start am 13. März.

Eins ist bei den Gladiators schon jetzt sicher: Thomas Vogl ist auch in der neuen Saison der Erdinger Banden-Chef. Das hat Eishockey-Abteilungsleiter Rainier Sabus beim Fan-Stammtisch im TSV-Vereinsheim verkündet. Was allerdings noch fraglich ist: Wer ist der Gegner im Playoff-Viertelfinale? Die Gladiators werden die Runde entweder als Fünfter oder als Sechster abschließen, sie können allenfalls noch von Landsberg verdrängt werden. Als Gegner kommen drei Teams in Betracht. Nachdem Sonthofen mit großem Vorsprung als Tabellenerster feststeht, bleiben noch Miesbach, Passau und eben Sonntagsgegner Höchstadt.

Die Alligators aus Franken haben eine turbulente Saison hinter sich. Relativ früh war das Team in der Oberliga schon abgeschlagen und lief der Musik hinterher. Zur Verzahnungsrunde haben die Franken dann noch einmal aufgerüstet und sich aus der Bad Kissinger Konkursmasse „bedient“, unter anderem mit den Topstars Anton Seewald, der bis dahin bester Bayernliga-Scorer war, und Mikhail Nemirovsky. Anfangs lief es daheim gut und auswärts schlecht. Als die Alligators aber ausgerechnet gegen Erding die erste Heimniederlage kassierten, ging es komplett bergab. Die Vereinsverantwortlichen zogen daraufhin die Notbremse, entließen Trainer Martin Sekera und ersetzten ihn durch Nemirovsky, der eigentlich als Spieler geplant war, aber nur ein paarmal eingesetzt worden war. Jetzt scheint der HEC wieder in der Spur und möchte die Oberliga halten. Der Kader um den Deutsch-Russen Seewald, den Letten Juris Upitis, den Tschechen Milan Kostourek, die Deutsch-Tschechen Jiri Mikesz und Martin Vojcak sowie den Deutsche-Kasachen Vitalij Aab wäre jedenfalls stark genug.

Ein schwierige Aufgabe also für die Gladiators, die laut Trainer Vogl aber „voll auf Sieg“ spielen werden. Zweiter Mann hinter Torwart Christoph Schedlbauer ist am Sonntag der 17-jährige Menno Bergmeister. Andreas Gerlspeck leidet an einer Rippenfellentzündung, Thomas Mende hat sich die Mittelhand gebrochen, als er in Waldkraiburg bei einem Befreiungsschlag von Rudi Lorenz an der Hand getroffen wurde. Für ihn ist die Saison beendet. Stürmer Marko Babic hat seine Krankheit überstanden, Philipp Michl fällt dagegen weiter aus. „Ich werde auch alle U 20-Spieler im Kader haben und sie je nach Spielverlauf zum Einsatz bringen“, kündigt der Gladiators-Coach an.

Auf die Frage, ob er einen Wunschgegner für das Playoff-Viertelfinale hat, zuckt Vogl mit den Schultern: „Wir nehmen es, wie es kommt – und wollen ins Habfinale.“

    Teilen