Gladiators bezwingen undisziplinierte Alligators

Beim favorisierten Oberligisten Höchstadter EC, der bislang alle seine drei Heimspiele in der Oberliga-Verzahnungsrunde gewonnen hatte, landete das Team von Trainer Thomas Vogl einen 5:2-Sieg (0:0, 1:1, 4:1) und holte damit die ersten Auswärtspunkte.

Die Voraussetzungen für die Gladiators waren mehr als schwierig. Florian Zimmermann und Martin Dürr hatten sich vergangene Woche gegen Waldkraiburg verletzt und fehlten ebenso wie der beruflich verhinderte Lukas Krämmer. So standen diesmal wieder die Juniorenstürmer Erik Modlmayr undChristoph Furtner im Aufgebot, und Trainer Vogl konnte drei komplette Blöcke aufbieten. Im Tor schenkte er dem 17-jährigen Junioren-Torwart Menno Bergmeister das Vertrauen. Erding begann gut, wurde aber dann in die Defensive gedrängt, weil innerhalb einer Minute zwei Spieler auf die Strafbank mussten. Doch überstanden die Gladiators diese kritische Situation unbeschadet und hielten die Partie in der Folge offen. Die Taktik war klar: Gut defensiv stehen und vorne eventuell die eine oder andere Chance nutzen.

Im zweiten Abschnitt änderet sich nicht viel am Spielverlauf. Die Alligators hatten zwar optische Feldvorteile, aber die Erdinger arbeiteten gut in der Defensive, und so kamen die Platzherren kaum zu Tormöglichkeiten. Im Gegenteil: Als ein Höchstadter auf der Strafbank saß und gerade wieder zurückkehrte, traf Marko Babic zum 1:0 für die Gladiators. Offenbar waren die Gäste danach noch zu sehr in Jubelstimmung, denn nur 81 Sekunden später stand Höchstadts Neuzugang Milan Kostourek allein vor Bergmeister und ließ dem Erdinger Keeper keine Abwehrchance.

Mit 1:1 ging es schließlich ins letzte Drittel, und man merkte deutlich: Je länger es unentschieden stand, umso nervöser wurden die Alligators. Prompt ließen sie sich zu einigen üblen Fouls hinreißen, die der aufmerksame Hauptschiedsrichter konsequent ahndete. Und prompt stellten die Gladiators die Weichen auf Sieg. Bei 5:3-Überzahl brachte Mark Waldhausen die Erdinger in Führung (49.). Zwei Minuten später – immer noch bei Fünf gegen Drei – erhöhte Andreas Schmelcher auf 3:1, und wiederum nur 45 Sekunden danach legte Sebastian Lachner bei Fünf gegen Vier das 4:1 nach. Nur zwölf Sekunden später verkürzte HEC-Neuzugang Anton Seewald zwar auf 2:4, aber die Gladiators ließen nichts mehr anbrennen. Und als Höchstadt den Torwart vom Eis nahm, schlenzte Philipp Michl den Puck zum 5:2 ins leere Tor.

Statistik

Tore/Assists: 0:1 (25.) Babic (Hill, Poetzel), 1:1 (26.) Kostourek, 1:2 (49.) Waldhausen (Hill, Krzizok/5-3), 1:3 (51.) Schmelcher (Poetzel, Lachner/5-3), 1:4 (52.) Lachner (Schmelcher, Lorenz/5-4, 2:4 (52.) Seewald (Kostourek), 2:5 (60.) Michl (5-6) – HSR: Michael Fischer – Zuschauer: 600 – Strafminuten: Höchstadt 12 + 10 (Cejka) + 5 + Spieldauer (Kröber), Erding 14.

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