Abgezockte Miesbacher bezwingen die Gladiators

Der Tabellenzweite aus dem Oberland war nicht unbedingt die bessere Mannschaft, aber die cleverere. Am Ende stand deshalb ein 4:0 (0:0, 2:0, 2:0), das allerdings etwas zu hoch ausgefallen ist.

Erdings Trainer Thomas Vogl hatte vor der Partie einige Sorgenfalten im Gesicht, denn mit Lars Bernhardt, Basti Cramer und Andreas Schmelcher fielen drei Abwehrspieler verletzt aus, so dass er nur noch fünf Verteidiger zur Verfügung hatte. Von Beginn an war zu spüren, dass beide Teams Respekt voreinander hatten, denn sie konzentrierten sich mehr auf die Defensive. So ergaben sich zunächst wenig Tormöglichkeiten. Selbst wenn eine Mannschaft mal Überzahl hatte, richtig gefährlich wurde es nicht. Erst gegen Ende des ersten Durchgangs wurde die Partie etwas munterer. Zunächst hatte Miesbachs Torwart Timon Ewert Glück, als sich der von ihm abgewehrte Puck als Bogenlampe über ihn, aber auch übers Tor senkte (15.).Dann war auf der Gegenseite Christoph Schedlbauer schon geschlagen, doch ein Verteidiger kratzte den Puck gerade noch von der Linie (18.).

Im zweiten Drittel wurden beide Mannschaften offensiver. Zunächst scheiterte Martin Dürr, nach Traumpass von Mark Waldhausen (25.), an Ewert. Dann zeigte auf der Gegenseite Schedlbauer eine fantastische Parade gegen Athanasios Fissekis (26.), war aber kurz darauf machtlos, als ein Abpraller genau Michael Grabmaier vor den Schläger fiel, der zum 1:0 für Miesbach einschob (27.). Nur eine Minute danach musste Schedlbauer sein ganzes Können gegen Christian Czaika aufbieten, um einen höheren Rückstand zu verhindern. In der 40. Minute war es aber doch soweit: 35 Sekunden vor Drittelende schlug bei Miesbacher Überzahl ein Schuss von Filip Kokoska zum 2:0 im Winkel ein.

Der letzte Abschnitt hatte kaum begonnen, da war die Partie auch schon entschieden. Wieder Überzahl für Miesbach, und wieder traf der Tscheche Kokoska. Jetzt diktierte der Tabellenzweite die Partie, auch wenn die Gladiators unverdrossen weiterkämpften. Aber das unermüdliche Anrennen war meist etwas zu planlos, und was aufs Tor kam, wurde eine Beute des sicheren Keepers Ewert. Und wenn du kein Glück hast, dann kommt meistens auch noch Pech dazu. Das dürfte sich Erdings Rudi Lorenz gedacht haben, als sein Schlagschuss am Pfosten landete (54.). Als die Erdinger in einen Konter liefen, den Johannes Bacher zum 4:0 abschloss (55.), war die Sache endgültig erledigt.

Statistik

Tore/Assists: 0:1 (27.) Grabmaier (Frosch, Fissekis), 0:2 (40.) Kokoska (Frosch/5-4), 0:3 (44.) Kokoska (Hüsken/5-4), 0:4 (55.) Bacher (Kokoska) – HSR: Stefan Storf – Zuschauer: 800 – Strafminuten: Erding 16, Miesbach 16.

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