Gladiators mit Fünf-Punkte-Wochenende

Nach einem Fünf-Punkte-Wochenende seiner Gladiators hatte er auch allen Grund zur Freude.

„So ein Spiel wie in Passau, das wünscht sich jeder Zuschauer“, meinte er. Die Gladiators lagen am Freitagabend 0:3 hinten, glichen mit drei Powerplay-Toren aus, sind durch einen Zimmermann-Treffer bei zweifacher Unterzahl 4:3 in Führung gegangen, lagen dann wieder 4:5 hinten, ehe noch das 5:5 gelang. In der Verlängerung vergab jede Mannschaft einen Penalty, im abschließenden Penaltyschießen reichte ein Treffer von Rudi Lorenz zum Sieg. „Wer nicht dabei war, der hat definitiv was versäumt“, sagte Vogl auf der Pressekonferenz nach dem Kissingen-Spiel.

Am Sonntag hatte seine Truppe gegen einen bärenstarken Gegner erneut eine ausgezeichnete Leistung abgeliefert und 4:2 gewonnen – nach 0:1- und 1:2-Rückstand. Michael Rosin, Trainer und Vorsitzender des EC Bad Kissingen, bemängelte einmal mehr die individuellen Fehler seiner Truppe, die nach fünf Spieltagen mit nur einem Zähler am Tabellenende liegt. „Das zieht sich bisher so durch. Wir versuchen alles, aber die nötige Konsequenz fehlt ganz einfach.“

Vogl sprach von einem „sehr schweren Spiel“. Man dürfe nicht vergessen, „dass die selbe Mannschaft vergangene Saison Vierter geworden ist“. Von seiner Mannschaft sei er „positiv angetan“ gewesen. „Sie hat nie aufgegeben, die Spieler sind ruhig geblieben, und mir war klar: Irgendwann fällt der Puck rein.“

Aus einer geschlossenen Mannschaft hob er zwei Spieler hervor. Zunächst Torwart Andreas Gerlspeck, der heuer sein erstes Pflichtspiel bestritt und eine starke Leistung bot. „Der Gerli hatte sich diesen Einsatz verdient und gut gehalten“, lobte der Gladiators-Coach. Poetzel sei die ganze Woche über krank gewesen, habe nicht trainieren und am Freitag auch nicht spielen können. Umso mehr freue er sich über dessen Treffer zum 3:2, kurz vor dem Ende einer extrem kräfteraubenden Partie.

Das Schlusswort auf der Pressekonferenz gehörte EC-Chef Rosin zu den Problemen mit der Halle in Bad Kissingen. Dort liegt ja bekanntlich der Verein im Clinch mit dem ukrainischen Investor, der die Halle betreibt und derzeit niemanden hineinlässt, so dass die Wölfe wöchentlich zweimal zum Trainieren ins rund 100 Kilometer entfernte Lauterbach fahren müssen und derzeit keine Heimspiele in eigener Halle austragen können. „Ich habe ja Hausverbot, und mit meinem Vize redet der unangenehme Herr aus der Ukraine auch nicht“, meinte Rosin sarkastisch. „Er beharrt auf seinen unberechtigten, horrenden Forderungen.“ Der Verein habe derzeit null Einnahmen und könne sich nur durch Spenden über Wasser halten. Gerade für den Nachwuchs sei das sehr bitter. Diese Woche sollen noch einmal Gespräche – ohne ihn – stattfinden. Der EC-Vorsitzende meinte etwas ratlos: „Wenn in dieser Woche die Entscheidung nicht gefallen ist, wird’s verdammt eng.“

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